Monographien

Manfred Wilde: Mitten in Europa. Richlawo / Rychlawa (Quellen und Darstellungen zur Geschichte Westpreussens, Band 33). Münster 2010. ISBN 978-3-924238-41-4

Die Publikation bietet auf 416 Seiten mit zahlreichen Karten und Abbildungen eine umfassende sozial- und siedlungsgeschichtliche Studie des bei Nowe (früher Neuenburg in Westpreussen) an der Weichsel gelegenen Dorfes Richlawo.

Den Hauptteil des Buches bildet ein umfassendes Verzeichnis sämtlicher Hof- und Hausbesitzer mit ihren Familien für den Zeitraum von der Dorfgründung 1697 bis zum Jahre 2000. Die Grundlage dafür boten die Grundakten und Grundbücher der Gemeinde sowie die zuständigen evangelischen und katholischen Kirchenbücher von Nowe/Neuenburg.

Erstmals gibt es damit für die wissenschaftliche Landesgeschichtsforschung Westpreussens bzw. Pommerellens eine Mikrostudie für ein über Jahrhunderte bi-nationales- und bi-konfessionell besiedeltes Dorf.


Manfred Wilde: Schulze als Bildungsbürger und Reformpolitiker qua Herkunft? Zur sozialen Prägung und beruflichen Tätigkeit bis zum Beginn seines politischen Wirkens (Schriftenreihe des Förderverein Hermann Schulze-Delitzsch und Gedenkstätte des deutschen Genossenschaftswesens e. V., Heft 14). Chemnitz 2008.

In die von wirtschaftlichen Umbrüchen geprägte Periode der frühindustriellen Entwicklung in Deutschland, wuchs der 1808 geborene Hermann Schulze-Delitzsch hinein. Seine Vorfahren – Juristen, Ratsherren, Bürgermeister, Pfarrer, Professoren und einige Rittergutsbesitzer – gehörten seit vielen Generationen zum Bildungsbürgertum.

Diese wirkten einerseits prägend auf das frühe Meinungsbild von ihm. Andererseits gewann während seiner Tätigkeit als Patrimonialrichter, Makler und Kreditvermittler die preußische Reformpolitik in der Landwirtschaft und Agrarverfassung eine zunehmende Bedeutung, für deren Durchsetzung er einzutreten hatte. Protagonisten dieser Zeit waren in der Landwirtschaft tätige Ökonomen und in den Städten ansässige bildungsbürgerliche Unternehmer.

Der technologische und ökonomische Fortschritt brach sich von England aus seine Bahn und leitete auch im mitteldeutschen Raum eine neue Entwicklung ein, die nicht ohne politische Auswirkungen bleiben konnten.


Manfred Wilde: Episoden um Hermann Schulze-Delitzsch. Der Nationalökonom und Genossenschaftsgründer. Tauchaer Verlag, Taucha 2008 / ISBN: 978-3-89772-139-5

Im Jahr 2008 wird der 200. Geburtstag eines Mannes gefeiert, der mit seinem Modell für Produktiv-, Liefer- und Kreditgenossenschaften vielen Kleinhandwerk nicht nur das Überleben rettete, sondern bis heute auch deren Zukunftsfähigkeit sicherte.

Bis in die Gegenwart bildet die von dem Juristen und Volkswirtschaftler initiierte Verankerung des Genossenschaftsgesetzes die Grundlage selbstbestimmten wirtschaftlichen Handelns.

Sogar der Friedensnobelpreisträger des Jahres 2006, Mohammad Yunus, hat das genossenschaftliche Prinzip zum Maßstab seines Handelns für Organisationen in Entwicklungsländern gemacht hat. Und dabei verstarb der deutschlandweit bekannte Hermann Schulze-Delitzsch 1883 – vor 125 Jahren.


Manfred Wilde: Zwischen Bauernhof und Flughafen. Zur Hof- und Häusergeschichte der Dörfer Ettelwitz, Flemsdorf, Gerbisdorf, Grebehna, Naundorf, Rabutz, Schladitz, Wiedersdorf und Zwochau. Beucha 2007. 472 S. ISBN: 978-3-86729-009-8.

Durch die kaum mehr vorhandene landwirtschaftliche Nutzung von Bauerngehöften und zunehmende Zersiedelung der alten Dorfanlagen haben diese im mitteldeutschen Raum vielfach ihren ursprünglichen Charakter verloren.

Generationen von Bauernfamilien, Häuslern, Mägden und Knechten haben dort ihr Leben verbracht, den Acker bestellt und die Ernte eingefahren sowie ihr Landhandwerk betrieben.

Mit diesem Buch wird die Geschichte der Höfe und Häuser mit ihren Besitzern für den Zeitraum vom 15. bis zum beginnenden 21. Jahrhundert, also über ein halbes Jahrtausend, für neun Dörfer des Altkreises Delitzsch zur Darstellung gebracht. Damit wird ein eindrucksvoller Bogen siedlungs- und sozialgeschichtlicher Entwicklung vom ausgehenden Mittelalter bis zur Gegenwart geschlagen.


Manfred Wilde / Nadine Kinne: Barockschloss Delitzsch. Edition Leipzig in der Seemann Henschel GmbH & Co. KG., zahlr. Abb.; ISBN: 978-3-361-00622-5.

Zweifellos gehört das Barockschloß Delitzsch zu den schönsten Bauten aus dieser Epoche im mitteldeutschen Raum. Es befindet sich in der historischen Altstadt, die wiederum von einer fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Wehranlage umgeben ist.

Die einmaligen fürstlichen Residenzgemächer im Schloß gestatten heute dem Besucher in eine der interessantesten Epochen der Kunst- und Kulturgeschichte Einblick zu nehmen. Hat man dann den mächtigen Schloßturm erklommen, dann bietet sich dem Betrachter ein einmaliger Ausblick auf die Umgebung.

Das Barockschloß Delitzsch bildet mit dem Schloßgarten und der historischen Altstadt ein unverfälschtes städtebauliches Architekturensemble.


Manfred Wilde / Detlef Seeger: Bilder aus der DDR. Delitzsch. Sutton Verlag, Erfurt 2006. 127 S., 200 Abb.; ISBN-10: 3-89702-981-2, ISBN-13: 978-3-89702-981-1.

Pralinen, Zucker und Eisenbahnwagen – an diesen Erzeugnissen aus Delitzsch kam in der DDR kaum jemand vorbei. Sie waren ebenso bekannt wie begehrt und ihre Herstellung bot vielen Menschen aus Delitzsch und der Umgebung Arbeit in der Kreisstadt.

Da die Stadt im Krieg kaum in Mitleidenschaft gezogen wurde, blieb das historische Bauensemble zu großen Teilen erhalten. Das charakteristische Flair zwischen dem Marktplatz und dem Bahnhof war weiterhin vom traditionsreichen Handwerk und dem Handel bestimmt. Ab Ende der 1950er-Jahre entstanden im Norden, Osten und Westen des alten Zentrums großflächige Wohnbaugebiete, in die es zahlreiche Neubürger zog.

Mit rund 200 bisher weitgehend unveröffentlichten Bildern illustrieren die beiden Autoren das Alltagsleben der Delitzscher: Auch hier wurde zwischen 1949 und 1989 geliebt, gestritten, gearbeitet und gefeiert – und manchmal war eben auch ein Fotoapparat dabei.


Manfred Wilde: Stadt und Amt Torgau von Hanns Sigismund Ulrici (um 1720). Beiheft zur Karte H 9. In: Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen. Im Verlag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und Landesvermessungsamt Sachsen, Leipzig und Dresden 2004. ISBN: 3-89679-331-4.

Die in barocker Formensprache gehaltene – um 1720 entstandene – kolorierte Federzeichnung des historischen Kartenblatts des Amtes Torgau wurde als Nachdruck in den Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen aufgenommen.

Das zum Kartenblatt erschienene Beiheft bietet eine wissenschaftliche Erläuterung zum Kartenblatt im Original und in der Reproduktion, eine Biographie des Kartographen, Architekten und Ingenieurs Hanns Sigismund Ulrici, Darlegungen zur Ämterkarte mit Nebendarstellungen und ihre Erläuterungen, zur Stadt Torgau mit den Gebäudeansichten und Wappen, alphabetische Verzeichnisse und Zeichenerklärung, Untersuchungen zum Quellenwert und eine Bewertung des Kartenblattes. Ein Anhang mit einer Liste der Orte, deren verfassungsrechtlichen Ausstattung und Zuordnung, den Wüstungen, einer Legende der Fließgewässer, der Mühlen, Gehölz- und Waldflächen beschließt diese wissenschaftliche Publikation.


Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2003. 734 S., zahlr. Abb. und Karten; ISBN: 3-412-10602-X.

Zauberei- und Hexenprozesse stellen einen integralen Bestandteil der deutschen und europäischen Rechtsgeschichte dar. Die im Spätmittelalter einsetzende und bis zum 18. Jahrhundert andauernde juristische Verfolgung dieses Straftatbestandes fand ihren Höhepunkt etwa zeitgleich mit der Durchsetzung neuer Methoden in Strafverfolgung und Rechtsfindung.

In besonderem Maße galt dies auch für das Kurfürstentum Sachsen, einem der wichtigsten Eckpfeiler des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Schöffenstühle und Juristenfakultäten in Kursachsen, die mit gelehrten Juristen besetzt wurden, waren sowohl für die differenzierte Urteilsfindung als auch für die von dort ausgehenden Gesetzeswerke von zentraler Bedeutung.

Das Buch behandelt über 900 Zauberei- und Hexenprozesse gegen Einzelpersonen und verknüpft dabei Rechts- und Sozialgeschichte. Es zeigt sich, dass Anschuldigungen wie Hexerei, Zauberei, Segensprechungen, Wahrsagen und abergläubische Praktiken häufig auf Auseinandersetzungen im Sozialverhalten beruhten und als Verhaltensmuster ausgenutzt wurden.

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Hans-Joachim Böttcher / Manfred Wilde: Die Mühlen und Müller der Dübener Heide. Neustadt/Aisch 2003. 470 S., zahlr. Abb. und Karte; ISBN: 3-7686-4219-4.

Im Buch wird die Geschichte der 240 historisch nachweisbaren Wasser-, Wind- und Schiffmühlenstandorte in der zwischen der Elbe und Mulde gelegenen Dübener Heide behandelt.

Den Hauptteil macht eine Übersicht aller jeweiligen Mühlenbesitzer, Pächter und angestellten Mühlknappen aus, beginnend im 15. Jahrhundert bis zur Stilllegung im 20. Jahrhundert.

Tausende namentlich genannte Müllerfamilien, darunter Zuwanderer aus dem Erzgebirge, Mittelsachsen, Brandenburg, der Lausitz und Anhalt, lassen die familiären Netzwerke dieses Wanderberufes deutlich werden. In vielen Fällen konnten die Verwandtschaftsbeziehungen, das Kaufdatum, die Pachtdauer und die technische Ausstattung recherchiert werden.

Als Grundlage für die Forschungsarbeit dienten Kirchenbücher, Handels- und Konsensbücher, Grundbücher und private Familienunterlagen.

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Jürgen M. Pietsch / Manfred Wilde: Delitzsch. Edition AKANTHUS, Spröda 2001. 60 S., zahlr. Abbildungen.

Dieser erstmalig für die Stadt Delitzsch erschienene Bildband mit zeitgenössischen Fotografien zeigt in einem spannungsvollen Bogen sowohl Ansichten historischer Gebäude wie auch Beispiele moderner Architektur.

Der einführenden Stadtgeschichte von ihren Anfängen bis zur Entwicklung in der Nachwendezeit kann der Leser zahlreiche bis dahin unbekannte Details zur städtebaulichen und sozialgeschichtlichen Entwicklung entnehmen.


Manfred Wilde (Hg.): Schloß Delitzsch. Sax-Verlag, Beucha 2000. 144 S., zahlr. Abb. und eine Karte; ISBN: 3-930076-93-4.

Dem 100-jährigen Bestehen des Museums in Delitzsch ist dieser Sammelband gewidmet. Im Jahre 1900 zunächst in einem Schulgebäude eingerichtet, fand die Einrichtung im Jahre 1929 im fürstlichen Barockschloß ihr Domizil.

Manfred Wilde verweist in seinem Beitrag auf die wechselvolle Bau- und Nutzungsgeschichte der Burg und des Schlosses, wohingegen sich Sabine Hocquél-Schneider den darin befindenden barocken herzoglichen Privatgemächern widmet. Falk Dießner behandelt in seinem Aufsatz die Entwicklung der Delitzscher Museumslandschaft mit ihren verschiedenen Einrichtungen.

Eng mit der Geschichte des Delitzscher Schlossbezirkes war zeitweise die Garnison und das Militär verbunden, die Mathias Graupner zur Darstellung bringt. Den Bogen in die frühgeschichtliche Zeit schlägt der Archäologe Thomas Westphalen mit den neuesten Forschungsergebnissen zur Frühgeschichte der Stadt.


Manfred Wilde: Die Verlorenen Orte des Kreises Delitzsch. Zur Siedlungs- und Sozialgeschichte der durch den Braunkohlebergbau devastierten Gemeinden. Sax-Verlag, Beucha 1999. 342 S., zahlr. Abb. und Karten; ISBN: 3-930076-78-0.

Zwischen 1975 und 1993 fielen im Kreis Delitzsch insgesamt acht Dörfer dem großflächigen Braunkohlenbergbau zum Opfer. In diesen traditionsreichen Bauerndörfern Paupitzsch, Kattersnaundorf, Grabschütz, Seelhausen, Lössen, Kömmlitz, Schladitz und Werbelin sowie im ehemaligen Rittergut Neuhaus lebten seit ihrer Gründung im Hoch- und Spätmittelalter zahlreiche Generationen von Anspännern und Kossaten als Bauern, Gärtnern, Häuslern, Hirten, Knechten, Mägden, Schulmeistern und Pfarrern.

Jedes dieser Dörfer wird mit einem Dorfgrundriß und den darauf gekennzeichneten einzelnen Hof- und Hausstellen vorgestellt. Der Lagekennzeichnung werden jeweils die Besitzer mit Vor- und Familiennamen zugeordnet sowie das Verwandtschaftsverhältnis zum Vorbesitzer und Berufsstand jedes einzelnen Bauernhofes und Hauses vom Spätmittelalter bis zum Abbruch des Dorfes aufgeführt. In den meisten Fällen gelang auch der Nachweis des konkreten Kaufdatums und des –preises, steuerlicher Belastung und Erläuterungen zu den zu leistenden Frondiensten. Einleitende Kapitel erläutern den Stand zur Wüstungsforschung im Raum Delitzsch-Bitterfeld, zur Siedlungs-, Sozial- und Agrarverfassungsgeschichte und zur Geschichte des Bergbaus im Revier Bitterfeld-Delitzsch.

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Manfred Wilde: Alte Heilkunst. Sozialgeschichte der Medizinalbehandlung in Mitteldeutschland. Verlag Dr. C. Müller-Straten, München 1999. 347 S., zahlr. Abb.; ISBN: 3-932704-67-3.

Dieser Band bietet erstmals eine systematische Untersuchung zu Fragestellungen der alten Heilkunde im historischen mitteldeutschen Raum.

Auf der Basis breit angelegter Quellenforschung wird für dieses Gebiet, das sich mit den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Teilen Thüringens deckt, der spannende Prozeß des Übergangs von der traditionellen Volksheilkunde zur sogenannten Schulmedizin für das Mittelalter und die frühe Neuzeit dargestellt.

Dabei reicht die Spanne von namentlich greifbaren heilkundigen Frauen, Hebammen, Badern, Chirurgen, Hospitälern, Medizinischen Fakultäten, Apothekern bis zu den ersten niedergelassenen Ärzten in den Städten. Der behandelte Zeitraum erstreckt sich von den ersten archäologischen Nachweisen bis in das 18. Jahrhundert hinein.

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Manfred Wilde: Dübener Heide. Die Reihe Archivbilder. Sutton Verlag, Erfurt (D)/Wiltshire (GB) 1999. 128 S. ISBN: 3-89702-122-6.

In diesem Bildband werden Ansichten der Dübener Heide gezeigt, die selbst Heimatforscher und Kenner der Heide überraschen werden. Seltene historische Fotografien, größtenteils aus Privatsammlungen, dokumentieren die Zeit von etwa 1885 bis in die 1960er Jahre.

Nicht nur Ansichten beispielsweise aus Bad Schmiedeberg, Gräfenhainichen, Bad Düben und den zahlreichen Heidedörfern bietet der liebevoll gestaltete Band. Ungewöhnlich und bisher wohl einmalig ist, daß die Menschen beim Pechbrennen, im Sägewerk, in der Ziegelei, in den Mühlen und beim Abbau von Kohle im Blickpunkt des Autors standen. Neben der eingesessenen Bevölkerung nutzten und nutzen auch die Besucher, die Wanderer und Radfahrer noch heute die zahlreichen Möglichkeiten der landschaftlichen Reize der Dübener Heide sowie die Gasthöfe zur Rast.

Der Bildband lädt dazu ein, die Natur, die Menschen, die Architektur der Dörfer und Kleinstädte der Heide, längst Vergessenes oder gar Neues zu entdecken.


Manfred Wilde: Das Häuserbuch der Stadt Wolfen, Kreis Bitterfeld, 1550-1990. Verlag Degener & Co., Neustadt/Aisch 1999. 394 S., zahlr. Abb. und Karten; ISBN: 3-7686-4198-8.

Wenige Städte in Mitteldeutschland können im Rahmen ihrer siedlungsgeschichtlichen Entwicklung auf eine so wechselvollen und in sich widersprüchlichen Verlauf zurückschauen wie Wolfen.

Aus einer im Jahre 1550 neu angelegten Gemeinde mit 20 Bauernhöfen und weiteren davon unabhängig entstandenen Siedlungskernen, erwuchs bis zum Jahre 1990 eine Ortsanlage mit etwa 47.000 Einwohnern. Trotzdem sie seit 1958 das Recht hatte sich Stadt nennen zu dürfen, fehlen ihr die urbanen Strukturen für eine solch typische Charakteristika. Es wuchsen das alte Bauerndorf, die Wohnsiedlungen der Werke, das Steinfurther Freigut und die beiden Plattenwohnbaugebiete zu einer inhomogenen Struktur zusammen.

Für sämtliche bereits 1920 bestehenden Bauernhöfe und Häuser werden – zurück bis zur Dorfgründung in der Mitte des 16. Jahrhunderts – die Namen der einzelnen Besitzer, Berufsangaben, Kaufdaten und –preise sowie Angaben zum Baujahr der Häuser genannt. Die ehemals vorhandenen zahlreichen Notwohnquartiere, Konzentrations- und Zwangs-

arbeiterlager werden ebenso behandelt, wie die nach 1958 entstandenen großen Plattenwohnbaugebiete.


Manfred Wilde / Hans-Joachim Böttcher: Mühlen und Müller im Kreis Delitzsch (= Schriftenreihe der AMF Nr.67). Mannheim 1999. 175 S.

Aufgrund der guten Bodenverhältnisse und traditionell intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung gehörte der Kreis Delitzsch zu den mühlenreichsten Regionen in Deutschland.

Dazu gehörten Wasser-, Wind-, Schiff- und in jüngerer Zeit auch Motormühlen. In diesem Buch werden sämtliche 213 Mühlen auf 204 Standorten dieses Gebietes behandelt. Neben Angaben zum Baujahr, der technischen Ausstattung und Umständen der Stillegung werden für den Zeitraum vom 15. Jahrhundert bis zur Einstellung des Mühlenbetriebes alle Mühlenbesitzer, -pächter und Mühlknappen genannt.


Manfred Wilde: Delitzsch. Die Reihe Archivbilder. Sutton Verlag (D)/Wiltshire (GB) 1998. 128 S. ISBN: 3-89702-102-1.

In diesem Bildband werden Ansichten von Delitzsch präsentiert, die selbst Kenner der Stadt überraschen werden. Die Zeit von den Anfängen der Fotografie bis um 1960 wird durch zum größten Teil bisher unveröffentlichtes und einmaliges Bildmaterial über die Stadt dokumentiert. Vieles davon ist heute nicht mehr gegenwärtig, fiel der Abrißbirne zum Opfer oder wurde durch die Auswirkungen beider Weltkriege ausgelöscht.

Historische Bilder von Straßen, Plätzen, Häusern, Parks und Gärten, zahlreiche Motive von Einwohnern bei ihren beruflichen Tätigkeiten, von Kindern beim Spiel sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zeigen den Wandel der Zeit in Delitzsch auf. Dieses Buch vermittelt einen lebendigen Eindruck einer Zeit, die viele vergessen oder nie kennengelernt haben.

Lassen Sie sich einladen zu einem Spaziergang durch fast hundert Jahre fotografisch belegter Geschichte.


Manfred Wilde: Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen. Ihre verfassungsrechtliche Stellung, ihre Siedlungsgeschichte und ihre Inhaber. C. A. Starke Verlag, Limburg/Lahn 1997. 730 S., zahlr. Karten und Grafiken; ISBN: 3-7980-0687-3.

Auf der Basis breiter Quellenforschung werden 163 Güterkomplexe vorgestellt, die in den ehemaligen Ämtern Delitzsch, Düben, Eilenburg und Torgau sowie in Teilen der Ämter Belgern, Liebenwerda, Lützen, Merseburg, Mühlberg und Wittenberg bis 1815 zum Kurfürstentum bzw. Königreich Sachsen gehörten und seit 1990 wieder Bestandteil des Freistaates Sachsen sind.

Die Entwicklung der Güter aus Standesherrschaften, frühstädtischen Freihöfen, Vorwerken von Klöstern und Rittergütern, Sattel- und Siedelhöfen, Kammergütern sowie Lehnrichter- und Freigütern werden beginnend im 10. Jahrhundert bis zur Enteignung durch die Bodenreform 1945/46 dargestellt. In mehreren Kapiteln arbeitet der Autor die Grundlagen der mitteldeutschen Grundherrschaft heraus, ihre Siedlungsformen, rechtliche Stellung, Bewirtschaftung, die Besitzveränderungen im 18. und 19. Jahrhundert sowie ihre Wandlungen und schließliche Auflösung seit den Agrarreformen des 19. Jahrhunderts bis 1945.

In einem umfangreichen zweiten Teil der Arbeit werden die 163 Grundherrschaften einzeln behandelt, wobei jeweils Rechtsstellung und Inhaberfolge in einem chronologischen Abriß stehen.

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Hans-Joachim Böttcher / Manfred Wilde: Die Mühlen der Mühlenregion Nordsachsen. Bd. 2, Europäische Bibliothek, Zaltbommel/NL 1996. ISBN: 90-288-6360-5.

In diesem Buch werden 76 Wind-, Wasser-, Motor- und Schiffmühlen mit jeweils einem geschichtlichen Abriß über ihre Entstehungsgeschichte, Lage, Besitzer, technische Ausstattung, Stillegung und erfolgtem Abbruch vorgestellt.

Historische Fotografien illustrieren anschaulich die zumeist nicht mehr vorhanden technischen Denkmale aus den ehemaligen Kreisen Eilenburg, Delitzsch und Torgau.


Manfred Wilde / Hans-Joachim Böttcher: Die Mühlen der Mühlenregion Nordsachsen. Bd. 1, Europäische Bibliothek, Zaltbommel/NL 1996. ISBN: 90-288-6341-9.

In diesem Buch werden 76 Wind-, Wasser-, Motor- und Schiffmühlen mit jeweils einem geschichtlichen Abriß über ihre Entstehungsgeschichte, Lage, Besitzer, technische Ausstattung, Stillegung und erfolgtem Abbruch vorgestellt.

Historische Fotografien illustrieren anschaulich die zumeist nicht mehr vorhanden technischen Denkmale aus den ehemaligen Kreisen Eilenburg, Delitzsch und Torgau.


Manfred Wilde: Wolfen in alten Ansichten. Europäische Bibliothek – Zaltbommel/Niederlande 1994. 80 S. und 76 Abb.; ISBN 90 288 5782 6 / CIP.

Die Stadt Wolfen kann auf eine besondere Geschichte ihrer Entwicklung zurückblicken.

Sie erwuchs aus einem ehemaligen Bauerndorf und hat erst 1958 das Recht erhalten, sich Stadt nennen zu dürfen.

Fast 100 Jahre ihrer geschichtlichen Entwicklung sind auch durch historische Fotographien belegt, die hier erstmals in einer vollständigen Dokumentation erfasst sind.


Manfred Wilde: Häuserbuch der Stadt Delitzsch. Teil II: Die Neustadt, Vorstädte und Mühlen. Verlag Degener & Co. in Neustadt/Aisch 1994. 347 S., zahlr. Abb., Pläne und eine Karte; ISBN: 3-7686-4139-2.

Durch interdisziplinäre Forschungen wurde in diesem zweiten Häuserbuchband für einen Zeitraum von 500 Jahren das siedlungs- und sozialgeschichtliche Wachsen der Delitzscher Neustadt, der Vorstädte, der Gemeinde Grünstraße und der Mühlen herausgearbeitet.

Einleitend wird auf die Ursachen der Entstehung der dortigen Neustadt, deren städtebaulicher Entwicklung, der sozialen Verhältnisse und der Entwicklung der Gemeinde Grünstraße eingegangen.

Im Hauptteil werden auf 275 Seiten, alphabetisch nach Straßen und Plätzen geordnet, die Häuser, Bauernhöfe und Mühlen und ihre Besitzer für den Zeitraum vom beginnenden 16. bis um die Mitte des 20. Jahrhunderts namentlich aufgeführt. Der Hinrichtungsstätte wird ein eigener Abschnitt gewidmet, dem eine Übersicht der von 1399 bis 1700 dort nachweisbaren Hinrichtungen beigefügt ist. Ein Personen- und Sachregister sowie ein beigelegter Stadtplan beschließen den Band.


Manfred Wilde: Häuserbuch der Stadt Delitzsch. Teil I: Die Altstadt. Verlag Degener und Co. in Neustadt/Aisch 1993. 417 S., zahlr. Abb. und eine Karte; ISBN: 3-7686-4135-X.

Durch interdisziplinäre Forschungen wurde in diesem Buch für einen Zeitraum von 600 Jahren das siedlungs- und sozialgeschichtliche Wachsen von Delitzsch herausgearbeitet. Minutiös kommen jedes Haus, jede Straße, jede Gasse zur Darstellung.

Einleitend wird in zwei kurzen, auf das Wesentliche konzentrierten Abschnitten, in die territoriale und politische Zugehörigkeit und in die Stadtgeschichte mit einer Zeittafel eingeführt. Dies gibt der Arbeit den notwendigen historischen Rahmen und unterstreicht gleichzeitig die enge Verbindung zur sächsisch-meißnischen Geschichte. In einem weiteren Abschnitt wird die Quellensituation dargestellt, verbunden mit einer Übersicht über die benutzten archivalischen Quellen.

Im Hauptteil werden auf etwa 330 Seiten, alphabetisch nach 18 Straßen, Gassen und Plätzen geordnet, die Häuser und ihre Besitzer für den Zeitraum vom beginnenden 15. bis um die Mitte des 20. Jahrhunderts namentlich aufgeführt. Ein Personen- und Sachregister sowie ein beigelegter Stadtplan bilden den Abschluß des Buches.

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